IEF-Tagung: Kraftwerk Familie
Energie durch Beziehung und Vernetzung.
Anmeldung: Aktuell: IEF-Tagung - Kraftwerk Familie, Fr./Sa., 8./9. Mai 2026
Anmeldung: Aktuell: IEF-Tagung - Kraftwerk Familie, Fr./Sa., 8./9. Mai 2026
MEG-Kongress Bad Kissingen 2019
Immer mehr Betroffene von Stief- und Patchwork-Familien suchen Beratung oder Therapie. Da sich Patchwork-Familien in wesentlichen Punkten von Kernfamilien unterscheiden, gibt es einige spezifische Themen und Dynamiken, die BeraterInnen und TherapeutInnen kennen sollten: Mütter, die zwischen Geliebtem und Kindern stehen; Stiefmütter, die ihr Letztes geben und doch nicht genügen; Kinder, die zwischen ihren Eltern zu vermitteln versuchen; Stiefväter, die plötzlich von ihrer Geliebten abgewiesen werden; Väter, die von einem Stiefvater verdrängt werden. Zudem ist das Familiengefüge viel labiler als bei einer Kernfamilie. Dies verlangt vor Allem in der Anfangsphase eine differenzierte Herangehensweise.
Inhalte des Workshops:
· Sensibilisierung für die Besonderheiten von Patchwork-Familien.
· Die Rollen der Betroffenen und das Leiden daran
· Die spezifischen Dynamiken, Muster und Fallen von Patchwork-Familien
· Priorisierung der „Baustellen
· Vorstellen und Diskussion von adäquaten Settings und Vorgehensweisen
· Fallen für Beratende und deren Vermeidung
Der WS ist geeignet für Kollegen aus dem ambulanten wie aus dem stationären Bereich.
Da sich Patchwork-Familien in wesentlichen Punkten von Kernfamilien unterscheiden, stehen Berater/innen und Therapeut/innen vor anderen Herausforderungen als in Therapien oder Beratungen von Kernfamilien. Das komplexe und labile Gesamtsystem, das aus verschiedenen Subsystemen besteht, verlangt Übersicht, Geduld und die Fähigkeit die oft hoch eskalierten Konflikte auszuhalten und einer Klärung zuzuführen.
• Die besonderen Dynamiken von Stief- und Patchwork-Familien
• Die typischen Muster und Fallen von Patchwork-Familien
• Die Phasen der Bildung einer Patchwork-Familie
• Adäquate Settings und Subsysteme je nach Thematik
• Priorisierung der „Baustellen“
• Umgang mit Eskalationen und Dämonisierung
Anhand von Beispielen und mittels Rollenspielen und Übungen wird den Berater/innen und Therapeut/innen Rüstzeug mitgegeben um den Entwicklungsprozess einer Patchwork-Familie kreativ und flexibel zu begleiten.
Zielgruppe:
Therapeut/innen und Berater/innen aus psychosozialen Bereichen wie sozialpädagogische Familienbegleiter/innen, Schulsozialarbeitende
Leitung:
Claudia Starke, Dr. med. FMH, Psychiatrie und Psychotherapie
Dozierende:
Claudia Starke, Dr. med. FMH, Psychiatrie und Psychotherapie,
Systemische Lehrtherapeutin (SG)
Thomas Hess, Dr. med. FMH Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Paar- und Familientherapeut
Kontakt--Mail:
Workshop 25: Ist die Systemische Einzeltherapie raffinierte Vereinfachung oder vor allem Bequemlichkeit? Wir wollen in diesem Workshop einen Werbespot für die Arbeit im Mehrpersonensystem machen. Es gibt gute Gründe dazu. Wir hoffen Eure Lust zu fördern und Bedenken abzubauen. Thomas Hess und Claudia Starke, Drs. Med., Fachärzt/in Psychiatrie und Psychotherapie, Co-Autor/in von Büchern zu Patchwork-Familien und anderem
Patchwork-Familien kommen häufig dann in Beratung, wenn es Schwierigkeiten mit den Kindern oder/und den Ex-Partnern gibt. Die grosse Herausforderung für die Beratenden ist, die Anliegen aller am Patchwork Beteiligten zu sehen und zu hören, damit dann gemeinsam ein zielführender Behandlungsauftrag formuliert werden kann. Das bedeutet, dass die Kinder und die bisher ausgeschlossenen Personen (meist die Ex-Partner) genauso in den Beratungsprozess mit einbezogen werden wie die anmeldenden Personen.
Ziele: Sensibilisierung für die Besonderheiten von Patchwork-Familien. Vorstellen und Diskussion von adäquaten Settings und Vorgehensweisen im Umgang mit der Komplexität patchworkspezifischer Komplexität.
Ankündigung Köln 21.11.2017
Immer mehr Betroffene von Stief- und Patchwork-Familien kommen zur Beratung und stellen in ihrer Komplexität eine spezielle Herausforderung für die Beratenden dar: Mütter, die zwischen Geliebtem und Kindern stehen; Stiefmütter, die ihr Letztes geben und doch nicht genügen; Kinder, die zwischen ihren Eltern zu vermitteln versuchen; Stiefväter, die plötzlich von ihrer Geliebten abgewiesen werden; Väter, die nichts mehr zu sagen haben in der Erziehung ihrer Kinder.
Die Arbeit mit Stiefelternteilen, Stiefelternpaaren oder ganzer Patchwork-Familien unterscheidet sich von der mit Menschen, die in Kernfamilien leben und erfordert eine besondere Herangehensweise.
Genauso wie um das Leiden der Beteiligten zu wissen, ist es wichtig die wesentlichen Besonderheiten, Muster und typischen Fallen von Patchworks zu erkennen. Um gute Arbeit zu leisten ist es notwendig alle Beteiligten in die Therapieplanung mit einzubeziehen. Ebenso ist die Arbeit mit Konflikten zwischen den Expartnern eine Herausforderung. Fast immer ist ein Zugang mit verschiedenen Settings erforderlich.
In diesem Workshop wollen wir die für Patchworkfamilien spezifischen Dynamiken und die daraus folgenden typischen Problemsituationen vorstellen. Wir werden auch Hilfsmittel zur Verfügung stellen um die diversen Baustellen priorisieren und bearbeiten und mit der hohen Komplexität umgehen zu können.
Referenten:
Dr. med. Thomas Hess, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Systemtherapeut, Supervisor und Trainer in freier Praxis und in verschiedenen Ausbildungsinstituten.
Patchwork-Problematiken nehmen in Beratungsstellen und Praxen zu. Sie sind vielfältig und komplex: Mütter, die zwischen Geliebtem und Kindern stehen; Stiefmütter, die ihr Letztes geben und doch nicht genügen; Kinder, die zwischen ihren Eltern zu vermitteln versuchen; Stiefväter, die plötzlich von ihrer Geliebten abgewiesen werden; Väter, die von einem Stiefvater verdrängt werden.
Die Arbeit mit diesen betroffenen Familien unterscheidet sich von der mit Kernfamilien und erfordert eine besondere Herangehensweise.
Ziele:
Sensibilisierung für die Besonderheiten von Patchworkfamilien. Erkennen der spezifischen Muster und Dynamiken und der daraus entstehenden Problemsituationen. Vorstellen und Diskussion von adäquaten Settings und Vorgehensweisen im Umgang mit Komplexität und Konflikten.
Methoden:
Inputs, Rollenspiele, Demonstrationen. Alles gerne anhand von Fällen und Fragestellungen der Teilnehmenden.
Referent:
Dr. med. Thomas Hess
Hintergrund:
Immer mehr Eltern und Kinder leben in nicht-konventionellen Familienverhältnissen, wie Eineltern- oder Patchwork-Familien.
Dies bedeutet für die Kinder meist, dass sie in zwei Familien leben. Und für die Erwachsenen, dass sie Kinder von verschiedenen Eltern in wechselnder Zusammensetzung betreuen. Das herkömmliche Rollenverständnis kann also nicht mehr aufrechterhalten werden und die Familiendynamiken verändern sich.
Inhalte:
Der Workshop zeigt auf, welche Rollen und Dynamiken besonders leidvoll sein können und was die Betroffenen von Beratenden brauchen.
Anhand von Beispielen werden Besonderheiten in der Beratung und Begleitung von Patchwork-Familien aufgezeigt.
Leitung:
Claudia Starke und Thomas Hess
Im Bücherzelt an den Lindauer Psychotherapietagen
Therapie von PW-Familien erfordert Kenntnisse der spezifischen Beziehungsdynamiken und Fallen. Eine adäquate Herangehensweise ist notwendig: Umgang mit mindestens drei „Elternteilen“, mit Geschwistern, die unterschiedliche Eltern haben, mit Erwachsenen, die in einer Rollendiffusion als Eltern, Stiefeltern oder externer Elternteil stecken. Zudem fordern Konflikte zwischen den Expartnern heraus.
Die Komplexität und die nebeneinander auftretenden Problemfelder erfordern Kriterien zur Vereinfachung und zur Priorisierung und fast immer einen Zugang mit verschiedenen Settings, sowie Offenheit für die unterschiedlichen Perspektiven.
Mit Inputs, Rollenspielen, Übungen und Demonstrationen werden Prinzipien und Techniken aufgezeigt. Fallbeispiele von Teilnehmern werden bei Bedarf bearbeitet.
Kollegen aus dem ambulanten und stationären Bereich, die nicht familientherapeutisch arbeiten sind willkommen.
(http://www.lptw.de/script/programm.php)
Workshop von C. Starke und Th. Hess an der Tagung der DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Beratung, Therapie und Familientherapie)
https://dgsf-tagung-2016.de/vortraege-und-workshops.html
Obwohl heute ein grosser Teil der Familien, die bei systemischen Therapeutinnen und Beratern Rat suchen, Stief- oder Patchworkfamilien sind, wird das Thema in Ausbildungen für Therapeuten kaum behandelt.
Da sich Patchwork-Familien in wesentlichen Punkten von Kernfamilien unterscheiden, stehen Beraterinnen und Therapeuten vor anderen Herausforderungen als in herkömmlichen Familientherapien und -beratungen.
In diesem Workshop werden die idealtypischen Muster und Fallen für Patchworkfamilien diskutiert und die Teilnehmenden ermutigt sich der hohen Komplexität und den massiven Konflikten zu stellen. Die Settingfrage ist omnipräsent und oft schwierig zu lösen genau so wie die Priorisierung der Baustellen ein Dauerthema ist. Es braucht viel Durchhaltevermögen um alle Familienmitglieder gut zu begleiten damit siezu einer funktionierenden Gemeinschaft zusammen-wachsen können.
Der Workshop soll den Beraterinnen und Therapeuten Rüstzeug mitgeben um den Entwicklungsprozess einer Patchworkfamilie kreativ, flexibel und zieldienlich zu begleiten.
Vortrag von Th. Hess an der Tagung der DSGF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Beratung, Therapie und Familientherapie) in Frankfurt
https://dgsf-tagung-2016.de/vortraege-und-workshops.html
Abstract
Da es immer mehr Patchworkfamilien gibt, sollte in Weiterbildungen mehr auf die spezifischen Patchwork-Herausforderungen fokussiert werden.
TherapeutInnen und Berater müssen ihr Vorgehen den Gegebenheiten von Patchworkfamilien besser anpassen. Das komplexe und labile Gesamtsystem, aus verschiedenen Subsystemen bestehend, verlangt Übersicht, Geduld, Flexiblität und die Fähigkeit die oft hoch eskalierten Konflikte einer Klärung zuzuführen.
BeraterInnen sollten die Muster und typischen Fallen erkennen, sowie um das Leiden der Beteiligten wissen: Mütter, die zwischen Geliebtem und Kindern stehen; Stiefmütter, die ihr Letztes geben und doch nicht genügen; Kinder, die zwischen ihren Eltern zu vermitteln versuchen; Stiefväter, die plötzlich von ihrer Geliebten abgewiesen werden; Väter, die nichts mehr zu sagen haben in der Erziehung ihrer Kinder.
Wichtig ist ausserdem, beim Intake genau nach der Familiensituation zu fragen, die Auftragsklärung mit allen beteiligten Person durchzuführen und die Übersicht über die Entwicklungsprozesse in allen Subsystemen zu behalten.
Wenn die therapeutische Unterstützung gelingt, können Erwachsene und Kinder aus Patchworksystemen hohe soziale Kompetenzen entwickeln.
Patchworkhappening und Live-Chat mit den Autoren.
Symposium anlässlich des 10-jährigen Jubiläms >Vorlesen in Familien< in den Räumen der Phantastischen Bibliothek Wetzlar
Turmstrasse 20
35578 Wetzlar
Ort: IEF, Voltastrasse 27 in 8044 Zürich
Weitere Infos und Anmeldung hier:
http://www.ief-zh.ch/angebote/Anerkannte-Weiterbildungen-und-Diplomlehrgaenge/Elterncoaching#detail&key=480&name=1615%20%2F%20ECSE-15-005%20%2F%20Vorstellung%20des%20Buches%20%E2%80%9EDas%20PatchworkBuch%E2%80%9C
• Unterschied Patchworkfamilien und Kernfamilien.
• Das Besondere der Familiendynamik in Stief- und Patchwork-Familien und die daraus folgenden Herausforderungen.
• Die Rollen und das Leiden von Stiefmüttern, Stiefvätern, Stiefkindern, Stief- oder Halbgeschwistern in Patchwork-Familien.
• Das Leiden und die Bedürfnisse der extern lebenden Elternteile.
• Das Besondere in Patchwork-Beratungen: Fallen für Beratende, Vor- und Nachteile verschiedener Vorgehensweisen.
• Inputs zu den obigen Themen.
• Einbezug von Fragestellungen und Beispielen der Teilnehmenden.
Berater -und TherapeutInnen, Tätige in sozialpädagogischen Bereichen, in Familienhilfe , Schulen, KESB, Mediation; Tätige in medizinischen Bereichen, die mit Familienproblemen konfrontiert sind.
Weitere Infos und Anmeldung unter:
http://www.ief-zh.ch/angebote/Anerkannte-Weiterbildungen-und-Diplomlehrgaenge/Elterncoaching#detail&key=477&name=1612%20%2F%20ECSE-15-004%20%2F%20Patchworkfamilien
Claudia Starke, Thomas Hess, Nadja Belviso: Das Patchwork Buch. Beltz Verlag, Weinheim 2015. 345 Seiten, Fr.
Dieser Ratgeber für Patchwork-Familien erzählt zunächst die äusserlich triviale, aber innerlich komplexe Geschichte von Lars und Beate, ihren beiden Ex-Partnern und ihren insgesamt vier Kindern. Es ist eine Kunstgeschichte: zusammengesetzt nämlich aus Fällen, häufigen Problemen und Mustern, die die beiden Familientherapeuten Claudia Starke und Thomas Hess aus ihrer Arbeit kennen. Die Geschichte wird deshalb immer wieder „angehalten“, mit einem Kommentar versehen – um sie dann in einer Alternativ- Variante weiter zu erzählen. Gleichzeitig wird auf theoretische Informationen und therapeutische Empfehlungen verwiesen, die den zweiten Teil des Buches ausmachen. Ein Ratgeber der anderen, überzeugenden Art also, für die grossen Herausforderungen, vor der jede Stief- und Patchworkfamilie steht und an denen über die Hälfte von ihnen scheitern.
Kathrin Meier-Rust